Sterben und Tod – Editorial

Tod, der, n, auch: Knochenmann, Freund Hein, der ewige Schlaf, Sensenmann, Lebewohl, Exitus, Boanlkramer, Ende, die ewigen Jagdgründe.
Sterben, v, auch: den Löffel abgeben, ableben, abkratzen, das Zeitliche segnen, umkommen, entschlafen, ins Gras beißen, seine letzte Reise antreten, von der Bühne des Lebens treten, krepieren, vor die Hunde gehen, dahinscheiden.
So mannigfaltig wie die Begriffe für das Sterben und den Tod, so mannigfaltig ist der Tod auch in der Musik. Ob der tatsächliche Tod von Musikern oder der Bühnentod in der Oper, ob der mediale Umgang mit dem Tod, der Untergang eines Musikklubs oder Musik im Kinderhospiz – Musik und Tod hängen enger zusammen, als es einem bewusst sein mag. Bei unseren Recherchen fanden wir immer neue Facetten dieses Themas, die selbst uns als Studierende des Faches Medien und Musik noch nicht bekannt waren und die wir nun mit Ihnen teilen wollen.
Obwohl er unumgänglich ist und wir tagtäglich mit ihm konfrontiert werden, ist der Tod nicht selten auch heute noch ein Tabu in unserer Gesellschaft. Wir haben uns jedoch ganz bewusst dafür entschieden, dieses Tabu zu brechen – nicht zuletzt um zu zeigen, dass es auch andere Seiten des Todes geben kann als die todernsten. Wir hoffen, dies ist uns mit diesem Heft gelungen.

Simone Ziegler

2017-10-24T18:49:41+00:00 Oktober 2017|Kategorien: Sterben und Tod|Tags: |