Verbrechen – Editorial

Mord. Diebstahl. Folter. Gewalt.
Harmonie. Rhythmus. Melodie. Klang.

Musik und Verbrechen sind allgegenwärtige Komplizen. Sie beflügeln einander und schlagen öfter gemeinsam zu, als es der beste Detektiv vermuten würde. Denn was wäre eine gute Mordszene im Krimi ohne die entsprechende psychodelische Melodie? Und was wäre Musik ohne Spannung, ohne Skandal?

In der neunten Ausgabe des „Saitensprungs“ widmen wir uns den dunklen Seiten der Musik. Wir wagen eine Reise durch tonale Abgründe, besuchen die bekanntesten Tatorte der Opernwelt und des Musikvideos, ebenso wie jene Orte, an denen Musik für ideologische oder imagebildende Zwecke benutzt wird. Echten Verbrechern begegnen wir in Fan-Kreisen und im Internet – schließlich sind Raubkopien und Plagiate die wohl am häufigsten mit Musik in Verbindung gebrachten Tatbestände. Aber natürlich ist in diesem Heft nicht alles nur Schwarzmalerei. Unsere Redaktion hat sich auch auf die Suche nach Projekten gemacht, die der Gewaltprävention dienen – und ist in Hamburg und Hannover fündig geworden. Was bleibt, ist die Frage: Kann Musik überhaupt böse sein? Oder ist es lediglich der Kontext, in dem sie zum Einsatz kommt? Auch auf diese Frage versucht der „Saitensprung“ eine Antwort zu finden.

Also stellen Sie das Popcorn bereit und halten Sie Augen und Ohren offen – diese Ausgabe wird Ihnen die Haare zu Berge stehen lassen. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Gesa Asche/Lina Burghausen

Bildnachweis: Anna Wiedenau/Romina Halewat

2018-01-27T16:42:15+00:00 April 2014|Kategorien: Verbrechen|Tags: |