10 Fragen an… BASTI (THE BASEBALLS)

Schon kurz nachdem sich Basti, Sam und Digger 2007 in der Küche eines Berliner Proberaumkomplexes getroffen hatten, beschlossen sie gemeinsam Musik zu machen. Voc ’n’ Roll nannten sie ihren Stil und eroberten damit Fans und Label im Sturm. Aktuell touren sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz und präsentieren ihr viertes Studioalbum „Game Day“.

Ich liebe Musik, weil…
Musik ist nicht kalkulierbar, und das finde ich geil. Du kannst Sachen einhundertprozentig perfekt spielen, und keinen Menschen berührt es. Es muss immer eine Magie dabei sein, damit etwas herüberkommt. Manchmal ist es noch nicht einmal schlimm, wenn beim Spielen Fehler passieren, solange die Atmosphäre da ist.

Wann und wo übst du am liebsten?
Ehrlich gesagt dann, wenn ich Lust habe. Ich besitze das Klavier, das gerade unser Show-Klavier ist, und übe damit gern zwischendurch. Wenn ich Lust habe, damit zu spielen, mache ich das. Sonst gerne sechs Stunden vor dem Auftritt.

Wer oder was hat dich musikalisch inspiriert?
Angefangen hat es mit Elvis. Das klingt nach einer Pressegeschichte, aber es ist wirklich so. Das war mein erstes Ding, und ich war immer der Mini-Elvis. Ansonsten hat mich als Sänger Laith Al-Deen inspiriert. Ich empfinde ihn als einen fantastischen Sänger, als einen der besten, den wir in Deutschland haben. Neulich habe ich ihn das erste Mal angesprochen – getroffen habe ich ihn schon häufiger, aber da habe ich mich das erste Mal getraut, ihn auch anzusprechen. Ich hatte so einen Schiss, dass er ein Arschloch ist und ich dann seine Musik nicht mehr mag. Aber er war super cool, und ich finde ihn ganz, ganz toll.

Dein Lieblingssong in der Grundschule…
Mein allererster Lieblingssong in der Grundschule war „Rote Lippen soll man küssen“ von Cliff Richard.

Angenommen, zeitliche und räumliche Hürden wären überwindbar. Wen würdest du gern treffen?
Die langweilige Antwort wäre jetzt auch Elvis. Ja, aber es wäre der Hammer, den einmal zu treffen und ihn zu fragen, was er sich gedacht hat. Ich höre permanent Anekdoten von Elvis, was er Geiles gemacht hat, und ich würde ihn gern einmal fragen, ob das wirklich so war oder ob das erfundene Anekdoten sind.

Stell dir vor, du wärst ein Musikinstrument. Was wärst du und warum?
Gute Frage, was wäre ich? Vielleicht eine Tuba: breit und laut, aber dunkel nicht.

Wann warst du das letzte Mal in der Oper?
Gute Frage! Ich habe auf der Weihnachtstour mit den Baseballs in der Alten Oper in Frankfurt gespielt.

Vinyl, CD, Kassette oder MP3?
Ich stehe total auf Vinyl, aber ich habe es noch immer nicht geschafft, mir einen vernünftigen Plattenspieler zu kaufen. Ich habe Vinyl zuhause, aber kann es mir gar nicht anhören. Deswegen nutze ich am Ende für den täglichen Gebrauch dann doch das Smartphone.

Dein schönste Live-Erlebnis…
Es gibt so viele geile Erlebnisse. Wir haben zum Beispiel auf der letzten Tour in Skandinavien gespielt, in vielen kleinen Clubs – teilweise vor 200 Leuten. Dort war so eine intime, angenehme Stimmung und das war der Hammer. 2011 waren wir aber auch bei dem holländischen Sängerstar Guus Meeuwis als Special Guests eingeladen. Er macht jedes Jahr eine Show im Stadion in Eindhoven vor 45.000 Menschen. Wir waren schon beim Soundcheck so aufgeregt, wie wir sonst wahrscheinlich nicht einmal mehr auf einer Show sind. Ansonsten haben wir auf dem Königinnen-Tag vor einem Meer aus Orange und 120.000 Leuten gespielt. Es gibt schon sehr viele geile Sachen. Auch die erste Tour war unvergesslich.

Zum Schluss: Reden oder Schweigen?
Reden.

Aufgezeichnet von Julia Wartmann

Bildnachweis: Pressefoto

2017-11-23T15:42:15+00:00 Oktober 2014|Kategorien: Zukunftsmusik|Tags: |